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Ein Sommerabend voller Trolle, Spirits und 500 Meilen Musik

Abschluss
Wer an diesem Abend den Schulhof betrat, ahnte vermutlich noch nicht, welche Abenteuer auf ihn warteten. Schon vor Konzertbeginn hatte die Q12 dafür gesorgt, dass niemand mit knurrendem Magen oder trockenem Hals auf musikalische Entdeckungsreise gehen musste. Mit Getränken und kleinen Stärkungen war die perfekte Grundlage geschaffen. Schließlich reist es sich mit vollem Magen bekanntlich leichter.
Datum:
Veröffentlicht: 30.7.26
Von:
Tobias Winter

Kaum hatte das Werkstattorchester unter der Leitung von Irene Gemperlein den ersten Ton gespielt, öffnete sich nach der herzlichen Begrüßung durch die Schulleitungen Barbara Hauck (Realschule) und Stephan Reheuser (Gymnasium) ein geheimnisvolles Magic Portal. Dahinter lugte neugierig The Troll hervor. Zum Glück hatte er beste Laune und marschierte schließlich sogar geschniegelt und geschniegelt im Takt des Radetzky-Marsches davon – sehr zur Erleichterung des Publikums.

Instrumentalensemble

Danach wurde gerechnet. Nicht mit Mathe, sondern mit ABBA. Das Instrumentalensemble der Q12 unter der Leitung von Tobias Winter stellte fest, dass man mit Money, Money, Money zwar vieles kaufen kann, ein gelungenes Konzert aber ganz sicher nicht. Dafür braucht es Herzblut, Proben und gute Musikerinnen. Alle das sollte das Publikum zu spüren bekommen. Und spätestens bei One of Us fragte sich wohl mancher der Anwesenden schmunzelnd, wer denn wohl gemeint sein könnte.

Dass Klarinetten nicht nur „singen“, sondern auch ordentlich swingen können, bewiesen Eleni Dietz und Marlene Will (beide 10. Klasse) im Clarinet Boogie Woogie. Kurz darauf führte Miriam Bogulavskaja (Q 12) am Altsaxophon mit der Canzone della Strada musikalisch durch italienische Gassen – fast fehlte nur noch eine Vespa vor der Aula. Harald Hauck stelle diese zwar nicht zur Verfügung, dafür aber die passende Klavierbegleitung der Beiträge.

Vokalensemble

Im Anschluss wurde es geheimnisvoll. Das Vokalensemble der Q12, ließ das Publikum zunächst mit Think of Me in Erinnerungen schwelgen, bevor plötzlich das Phantom of the Opera auftauchte. Glücklicherweise blieb es auf der Bühne und verzichtete darauf, die Beleuchtung im Schulhof oder gar die Kronleuchter der Aula zum Einsturz zu bringen.

 

Veeh-Harfen

Nach so viel Spannung tat eine kleine Reise nach Irland gut. Die Veeh-Harfen ließen unter der Leitung von Katrin Rebhan den Southwind wehen, machten einen Zwischenstopp in Skibbereen und verschwanden schließlich sanft im Foggy Dew. Wer beim Schließen der Augen genau hinsah, konnte dabei fast grüne Hügel, Schafe und vielleicht sogar einen Kobold entdecken.
Nach der Pause war Schluss mit Nebelromantik. Die Band Girls on Stage unter der Leitung von Harald Hauck setzte mit The Emptiness Machine ordentlich Energie frei, und zwar so viel, dass selbst die letzten Müdigkeitsreste des langen Schultages keine Chance mehr hatten.

Chor

Nun waren Chor und Band, geleitet von Katrin Rebhan mit großer Unterstützung durch Juliane Wellein in der Einstudierung, gemeinsam an der Reihe. Die Spirits waren endgültig geweckt, das Publikum wurde zum Believer, und spätestens bei Makeba hielt es kaum noch jemanden auf den Sitzen. Mitwippen? Erlaubt. Mitschnipsen? Fast unvermeidlich.

Orchester

Anschließend übernahm das Orchester unter der Leitung von Tobias Winter. Gemeinsam ging es hinaus aufs Meer zu den Highlights from Moana, bevor die Reise mit den Coldplay Classics ihren großen, klangvollen Höhepunkt erreichte. Spätestens jetzt war klar: Sommerferien konnten kommen. Damit war der Abend aber noch lange nicht vorbei. Kaum erklang Viva la Vida im Applaus ein zweites Mal, hielt es niemanden mehr auf seinem Platz. Wie vom Dirigenten gerufen, strömten Sängerinnen, Bandmitglieder, Solistinnen und Musikerinnen noch einmal nach vorne zur Bühne. Gemeinsam wurde gesungen, musiziert und gelacht und für einen Augenblick verschwanden Ensemblegrenzen völlig zu purer Musik.

Doch bevor sich nach den Dankesworten durch die Schulleitungen der Vorhang endgültig schloss, machten sich Elisabeth Gabold am Gesang (7. Klasse) und Harald Hauck am Klavier noch auf den Weg – ganze 500 Miles weit. Ob sie tatsächlich so weit gelaufen sind, konnte am Ende niemand überprüfen. Sicher ist jedoch: Musikalisch hatten an diesem Abend alle gemeinsam eine mindestens ebenso weite Reise zurückgelegt.

Und so blieb am Ende vor allem eines: das Gefühl, dass Musik tatsächlich Portale öffnen kann – zu Fantasiewelten, Erinnerungen, fernen Ländern und manchmal einfach zu einem wunderschönen Sommerabend, den man noch lange in Erinnerung behalten wird.

Das Sommerkonzert in Bildern: