Itinera (Reisen)

Exkursion nach Aschaffenburg (Juli 2019)

Gruppenbild Aschaffenburg 2019

Inzwischen ist es für unsere Schülerinnnen der sechsten Jahrgangsstufe zu einer schönen Tradition geworden, das Schuljahr mit einer Exkursion ausklingen zu lassen. Verstärkt wurde die Gruppe durch einige Schülerinnen des Lateinkurses und des Archäologiekurses der Q11.

Speisezimmer Aschaffenburg

Da uns eine Reise nach Pompeii zu zeitaufwändig und zu teuer erschien, bestiegen wir kurzerhand den Zug nach Aschaffenburg, wo wir das sogenannte „Pompeianum“ besuchten. Es handelt sich hierbei um eine weitgehend originalgetreu rekonstruierte römische Villa, die König Ludwig I von Bayern zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichten ließ.

Bei einer interessanten Führung konnten wir uns wie echte Römerinnen und Römer fühlen, als wir zum Beispiel das Atrium, die Wohn- und Schlafräume oder die Küche näher in Augenschein nahmen und sogar römische Gewänder anlegen durften. So konnten wir immerhin Herrn Winter in der Toga bewundern! 

Ein besonderes Highlight des Pompeianums sind die tollen Wandmalereien, die nachden Zerstörungen des zweiten Weltkriegs mit großem Aufwand wiederhergestellt wurden. Weiterhin waren verschiedenste Gebrauchsgegenstände zu bewundern, so dass wir uns ein gutes Bild vom Alltagsleben im 1. Jahrhundert nach Christus verschaffen konnten.

Am Ende unserer Exkursion besuchten wir Schloss Johannisburg mit seiner sehenswerten Sammlung von historischen Korkmodellen des antiken Rom. Das beeidruckendste Stück der Sammlung ist sicherlich das Modell des Kolosseums, der wohl bekanntesten Arena der römischen Antike.

Insgesamt war es für uns ein sehr interessanter Tag mit vielen bleibenden Eindrücken außerhalb des gewohnten Klassenzimmers.

Jochen Dolling

Latein lebt! – Ein Ausflug in die Welt der Römer

Exkursion Q11 2015

31 Schülerinnen der Q11 (Jahrgang 2014/2016) durften sich Mitte Juli 2015 freuen, den überhitzten Klassenräumen für zwei Tage zu entkommen, und das auch noch auf so spannende Weise: Die Schülerinnen des Latein-Kurses der Q11 sowie des W-Seminars „Latein - 2000 Jahre aktuell“ und des P-Seminars „Organisieren eines Römerspektakels“, allesamt unter Leitung von Herrn Dolling, hatten die Möglichkeit, zwei Tage lang eine Latein-Exkursion der besonderen Art zu erleben. Nach einem im Rahmen des P-Seminars ausgearbeiteten Programm ging es bei bestem Sommerwetter für zwei Tage in den Süden Bayerns auf römische Spurensuche.

Exkursion Q11 2015

Nach einem pünktlichen Start am Donnerstag, 16. Juli 2015, ging es mit dem Bus los ins Römer und Kelten Museum Manching. Dort wurde uns in einer ansprechend konzipierten Ausstellung ein interessanter Überblick über die römische und keltische Welt ermöglicht. Aber auch unser eigener Einsatz war gefragt, als es daran ging, unter freundlicher Anleitung unser eigenes römisches Mittagessen zuzubereiten. Mit viel Freude und viel Appetit wurden so unter anderem kleine Brötchen mit etwas ungewöhnlichen Zutaten wie Kreuzkümmel, Anis und Lorbeerblättern gebacken, ein römischer Salat zubereitet, gefüllte Datteln gebraten und eine Süßspeise aus Aprikosen mit einer kräftigen Soße gezaubert. Natürlich durfte das Gekochte dann auch probiert und nach Bewundern des bunten Büffets aufgegessen werden, wobei wir zwar feststellten, dass der zum Teil süß-saure Geschmack der römischen Küche (Datteln, Honigsoße etc…) sich zwar von unserem unterscheidet, uns aber dennoch überzeugte. Weiter ging es zum ehemaligen Römerkastell Abusina. Auf der weitläufigen Fläche von grasüberwachsenen Ruinen musste man in der Nachmittagssonne ein schattiges Plätzchen zwar länger suchen, dafür gab es viele interessante Infos und Eindrücke zum Aufbau des Kastells und zu seiner Größe. Danach durften wir uns im gekühlten Bus entspannen, bis wir am frühen Abend in unserem Jugendgästehaus in Straubing ankamen. Nach dem Abendessen nahmen wir den Spaziergang in die Innenstadt Straubings auf uns und kamen in den Genuss einer der bekannten Nachtwächter-Führungen. Während eines malerischen Sonnenuntergangs wurden wir von einem „waschechten Straubinger“ mit so mancherlei Besonderheit der Stadt bekanntgemacht und konnten die angenehme Atmosphäre genießen.

Am nächsten Tag setzten wir unser durchgeplantes Programm mit der Fahrt ins nahegelegene Regensburg fort. Dort bewunderten wir nicht nur den Dom, sahen uns im Historischen Museum die in Stein gemeißelte „Geburtsurkunde“ der Stadt Regensburg (natürlich auf Latein) an, sondern hatten auch Zeit, auf eigene Faust die Stadt zu erkunden. Am frühen Nachmittag folgte dann der abschließende Höhepunkt unserer Exkursion, die Fahrt auf einem „echten“ römischen Patrouillenboot. Dieser römische Kriegsschifftyp ist ein flaches Ruderboot, das von etwa 30 Ruderern angetrieben wurde – genau passend also für unsere Gruppe. Nachgebaut wurde das Boot von den Studenten des Lehrstuhls Alte Geschichte der Universität Regensburg, die uns vorher instruierten und eine kleine Vorführung zum Thema „römischer Legionär“ boten. Am Ruder merkten wir schnell, dass Teamarbeit und Disziplin gefragt waren, wenn man von der Stelle kommen wollte. Nach den Anweisungen des routinierten Bootsführers gelang uns die zum Teil schweißtreibende und Konzentration fordernde Aufgabe, die Riemen im Takt zu bewegen, dennoch recht schnell und so konnten wir den frischen Fahrtwind auf der Naab genießen und uns richtig „römisch“ fühlen.
Ausgepowert ging es dann nach zwei sehr schönen Tagen am Donnerstagnachmittag zurück nach Bamberg.
An dieser Stelle vielen Dank an Frau Becker und Herrn Dolling für die abwechslungsreiche und schöne Exkursion.
(Katharina Nau)