Gedenken an Mary Ward in der Institutskirche

Mary Wards Auftrag „Bleibt meinem Werke treu“ wirkt bis heute fort. In tiefem Gottvertrauen wusste sie: „Gott hat für alles seine Zeit.“ Dieses Vertrauen habe sich inunserer Zeit erneut erfüllt, so Sr Claudia (CJ) und ihre Mitschwestern: Am 4. November 2025 wurde in Loyola die lange erwartete Fusion der Congregatio Jesu und des Instituts der Allerseligsten Jungfrau (bekannter als Loreto Schwestern) vollzogen. Heute wirken rund 1800 Maria-Ward-Schwestern in 18 Ländern auf allen Kontinenten. Beim Festgottesdienst zur Einheit betonte der Jesuitengeneral Arturo Sosa, dass es letztlich darum gehe, Gottes Liebe glaubwürdig und leidenschaftlich in eine verletzte Welt zu tragen – gemeinsam mit allen, die diesen Weg mitgehen.
Wie lebendig dieser Auftrag ist, verdeutlichte S Claudia (CJ) an zwei ausgewählten Beispielen aus aller Welt: Auf Mauritius und in Südkorea begleiten Schwestern junge Menschen besonders in Schulen und pastoralen Diensten. Sie schaffen Orte, an denen Fragen nach Sinn, Hoffnung und Zukunft Raum haben – ein modernes „Galiläa“, wie es Mary Ward selbst verstand: Orte des Aufbruchs, des Vertrauens und der Solidarität.
So verband unser Gedenken Vergangenheit und Gegenwart: im Gebet, im gemeinsamen Feiern und in der Musik unserer Schülerinnen. Die Botschaft Mary Wards lebt weiter – auch bei uns – und klingt wie ein „Echo Gottes“ in die Welt hinein.
Im Anschluss an die Feier luden die Schwestern der Congregatio Jesu herzlich ein, an der Klosterpforte miteinander ins Gespräch zu kommen und sich zu stärken. Dort konnten auch wieder die traditionellen „Pilgerstäbe Mary Wards“ verkostet werden – ein symbolischer und genussvoller Impuls, um gestärkt und zuversichtlich in das neue Jahr 2026 und auf unsere gemeinsamen Wege aufzubrechen.