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Besuch von Pater Manfred Deselaers an unserer Schule am 22. Januar 2026

Besuch von Pater Manfred Deselaers am MWG
Der Besuch von Pater Deselaers hat uns gezeigt, wie wichtig persönliche Begegnungen für historisches Lernen sind. Erinnerung ist nicht nur Wissen, sondern eine grundsätzliche Haltung, die auf ein Miteinander, Mitgefühl und Verantwortung für sein Handeln übernehmen, gründet.
Datum:
Veröffentlicht: 29.1.26
Von:
Marga Braun

Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und in der Johanniskapelle wurde unter Organisation von Frau Krueger-Hundrup die Ausstellung dem Titel „Berührungen mit Auschwitz – gestern und heute“ am 21. Januar eröffnet.

Für diese Ausstellung ist Pater Manfred Deselaers aus Auschwitz angereist und hat sich am 22. Januar die Zeit genommen um am Maria-Ward-Gymnasium ein Gespräch mit Schülerinnen der 10. Klasse zu führen.

Pater Deselaers widmete sein Leben seit vielen Jahren der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus und in Auschwitz im „Zentrum für Dialog und Gebet“ arbeitet er für Frieden und Versöhnung zwischen Deutschen, Polen und Juden. 

Im Mittelpunkt seines Besuchs stand ein Gespräch mit den Schülerinnen. Pfarrer Deselaers antwortet ruhig und offen auf deren Fragen, auch auf schwierige und zum Teil persönliche. Dabei wurde deutlich, dass es ihm nicht um schnelle Antworten ging, sondern um eine fundierte Antwort, die es den Schülerinnen möglich machte, zu verstehen, dass Verzeihen ein persönlicher Weg, und manchmal auch nicht möglich sei. In seiner Rolle als Seelsorger sei es entscheidend, das Leid der Opfer anzuerkennen und ihre Würde zu achten. Dies erhob er zu einem allgemeinen Grundsatz für einen achtsamen zwischenmenschlichen Umgang.

Ein weiteres zentrales Thema war die Versöhnung. Versöhnung bedeute nicht, die Vergangenheit zu vergessen, sondern Verantwortung zu übernehmen und aus der Geschichte zu lernen. Gerade junge Menschen, die keinerlei Schuld mehr an der Vergangenheit hätten, nähmen eine wichtige Rolle dabei ein, durch Hinschauen, Erinnern Widersprechen eine neue menschenverachtende Geschichte zu verhindern.

Wir danken Pr Manfred Deselaers herzlich für seinen Besuch.